WARR Hyperloop – Team & Technik 2017

0
1177
WARR Hyperloop POD - Foto: WARR Hyperloop
WARR Hyperloop POD - Foto: WARR Hyperloop

Hyperloop

Elon Musk ist berühmt für seine futuristischen Ideen. Ein revolutionäres Bezahlsystem für das Internet, elektrische Limousinen mit wahnsinnigen Beschleunigungswerten, die Kolonisierung des Mars’ mit wiederverwendbaren Raketen – die Liste könnte ewig fortgeführt werden. Eine weitere Idee stellte er im August 2013 vor, mit dem Ziel, eines Tages schneller als mit dem Flugzeug und günstiger als mit der Bahn zu reisen. Möglich macht es der Hyperloop.

24 Teams mit einer Vision

Hat man im Jahre 1949 von Amsterdam nach Enschede mit dem Zug 2:13h gebraucht, so braucht man heute, ganze 68 Jahre später, eine Minute länger. Zugegeben, der Fall ist sehr speziell und kann nicht auf jegliche Transportmittel-und Wege übertragen werden, aber er zeigt: Die Entwicklung im Bereich des Transportwesens schritt in den letzten 100 Jahren weniger revolutionär und mehr evolutionär voran. Der Hyperloop ist somit eine sehr wünschenswerte und vielversprechende Neuerung. Um die Entwicklung des Hyperloops zu beschleunigen und der Idee mehr Aufmerksamkeit zu schenken, startete Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX Mitte 2015 die „Hyperloop Pod Competition“, für die sich das
WARR Hyperloop Team der Technischen Universität München bereits zum zweiten Mal in Folge qualifizierte. Insgesamt treten 24 Studententeams aus aller Welt an und verfolgen die gemeinsame Vision, eines Tages mit dem Hyperloop die Strecken München – Berlin oder San Francisco – Los Angeles in irrwitzigen 30 Minuten zu überwinden. Andere Strecken sollen folgen.

WARR-Team gewinnt den „Best Performance in Flight“- Preis

WARR Hyperloop Team - Foto: WARR Hyperloop
WARR Hyperloop Team – Foto: WARR Hyperloop

Einen ersten Erfolg konnten die Münchner Studenten bereits für sich verbuchen, denn bereits im Januar hat das WARR Team am Wettbewerb teilgenommen und den Preis für den schnellsten Hyperloop Pod und den ‚Best Performance in Flight’ Preis gewonnen. Der Weg dorthin war alles andere als einfach. Die Leiterin des ersten Teams über Ihre Erlebnisse während des Wettbewerbs in Los Angeles:

„Die zwei Wochen in Kalifornien waren definitiv sehr ereignisreich. Last-Minute-Probleme, Transportationschwierigkeiten unserer Batterien und Magnete, die Erkenntnis doch nicht so schlecht da zu stehen wie wir anfangs dachten, und natürlich der Preis für den schnellsten Pod. Wir hatten viele Höhen und Tiefen. Während des gesamten Projektes haben wir alle so unglaublich viel gelernt und der Sieg am Ende war der beste Weg, unsere großartige Teamarbeit zu ehren.“

Hyperloop POD Competition - Foto: WARR Hyperloop
Hyperloop POD Competition – Foto: WARR Hyperloop

Statt sich aber zurücklehnen und mit Stolz auf den Erfolg zurückzublicken, heißt es weitermachen. Denn im August wartet in Los Angeles die zweite Competition, bei der einzig und allein die Schnelligkeit das Entscheidungskriterium für den Sieg ist.

Technische Neuerungen des Hyperloop PODs für Hochgeschwindigkeitsfahrt

Das neu gebildete Team, bestehend aus 32 Studenten elf verschiedener Nationalitäten und diverser Fachrichtungen, strebt einen erneuten Sieg an. Hierfür soll der Pod kleiner, leichter und vor allem schneller werden, der durch eine 1,2 Kilometer lange und nahezu evakuierte (0,01 Bar) Wettbewerbsröhre von SpaceX katapultiert werden soll. Um die Beschleunigung zu maximieren, ist das Gesamtkonzept auf das Notwendigste reduziert worden. Dies spiegelt sich auch in der Materialwahl wider: Carbon ist hier das Stichwort. 90% des Monocoque und der Antriebsanbindung werden aus diesem Hightech-Material gefertigt sein. Zudem setzt das Team auf ein selbst entwickeltes Stabilisierungssystem mit zehn Kontaktpunkten, das unkontrollierten Kontakt zwischen Pod und Gleis verhindern wird. Jede Komponente des Gefährts wurde auf sehr hohe Geschwindigkeiten ausgelegt und getestet; die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit beim Wettbewerb ist jedoch von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von SpaceX abhängig, welche zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt ist. Das Antriebskonzept wird derweil aus taktischen Gründen geheim gehalten.

WARR Hyperloop POD Technik - Foto: WARR Hyperloop
WARR Hyperloop POD Technik – Foto: WARR Hyperloop

Momentan befindet sich das deutsche Studententeam in der Bau-und Testphase, doch in wenigen Monaten soll der funktionsfähige Hyperloop Pod stehen. Das finale Design und detailliertere Informationen des Pods werden beim Rollout-Event Mitte bis Ende Juli enthüllt. Wenige Tage später wird der Pod schließlich nach Los Angeles verschifft. Vom 25.08. – 27.08. wird sich dann auf der Competition Weekend in Los Angeles zeigen, ob sich die jungen Ingenieure gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen werden. Doch abgesehen davon, wie groß der Erfolg sein wird – für eine bessere und nachhaltigere Zukunft haben sie ihren Beitrag geleistet, so groß oder klein er auch sein mag. Und das zählt.

Interessiert? Besucht uns auf Facebook unter WARR Hyperloop oder schaut auf unserer Website vorbei: hyperloop.warr.de

Gastbeitrag von Oscar Knipp & Anna Branz

HINTERLASSEN SIE EINEN KOMMENTAR

Please enter your comment!
Please enter your name here