Hyperloop – POD Competition 2017 – TU München im Finale

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WARR Hyperloop POD Testlauf - Foto: WARR Hyperloop
WARR Hyperloop POD Testlauf - Foto: WARR Hyperloop

Hyperloop Pod Competition

Studierende der TU München erneut im Finale der Hyperloop Pod Competition

Auch in der zweiten Runde der Hyperloop Pod Competition hat es die Studierendengruppe WARR der Technischen Universität München (TUM) unter die Finalisten geschafft. Der Fokus des von dem Raumfahrtunternehmen SpaceX ausgerufenen Wettbewerbs liegt dieses Mal auf der Geschwindigkeit der Pods. Daher hat das Team ein komplett neues Design erarbeitet, mit dem sie die Fachjury erneut überzeugen konnten: Ende August dürfen die Studierenden ihren Pod in den USA testen und gegen die Konkurrenz antreten.

Das White Paper von Elon Musk

Der Hyperloop ist ein 2013 vom Unternehmer Elon Musk  vorgestelltes Mobilitätskonzept, bei dem sich personenbefördernde Züge mit annähernd 1200 km/h in einer Vakuumröhre bewegen. Diese Röhren sollen Metropolen mit hohem Verkehrsaufkommen verbinden und so ein schnelleres und effizienteres Reisen ermöglichen.

Die SpaceX Hyperloop Pod Competition

Um Studierende und Gruppen aus der ganzen Welt zu motivieren an der Entwicklung und Auslegung eines solchen Systems teilzunehmen, kündigte das von Elon Musk geleitete Unternehmen SpaceX im Jahr 2015 einen internationalen Wettbewerb an. Die Teams sollten funktionstüchtige Kapseln, sogenannte Pods, konzipieren und sie einer Fachjury präsentieren. Von den über 700 Bewerberteams für den ersten Wettbewerb, wurden im Januar 2017 lediglich 30 dazu eingeladen, ihre Kapsel in der von SpaceX gebauten Röhre in Kalifornien zu testen. Nach weiteren bestandenen Funktionsprüfungen ihres Prototyps durfte die Studierendengruppe der TU München, WARR Hyperloop, als eines von nur drei Teams ihre Kapsel in der Röhre fahren lassen. Dabei schaffte die Münchner Kapsel es als einzige bis zum Ende der 1250 Meter langen Röhre und gewann so den Hauptpreis für den schnellsten Hyperloop Pod. (Zum Artikel der ersten Challenge)

Erneute Teilnahme nach Sieg des ersten Wettbewerbs

Nach dem großen Interesse an der ersten Veranstaltung rief SpaceX zu einer zweiten Wettbewerbsrunde noch im gleichen Jahr auf. Am Wochenende des 26. und 27. August darf das Münchner Team nun auch in der zweiten Runde gegen die Konkurrenz antreten. Um sich einen Platz in der Endrunde des zweiten Wettbewerbs zu sichern, musste das WARR Hyperloop Team erneut die Ingenieure von SpaceX in den Vorrunden überzeugen. Diesmal mit einem komplett überarbeiteten Design. Basierend auf ihren neuen Konzepten wurden
diesmal nur insgesamt 24 Studierendengruppen von der Fachjury ausgewählt, die ihre neuen Prototypen Ende August in Kalifornien testen dürfen.

Einziges Kriterium zum Sieg: Geschwindigkeit

Die Studierenden des Münchner Teams passen den Fokus ihres Konzeptes für die zweite Hyperloop Pod Competition auf das diesmal einzige Kriterium an: Geschwindigkeit – einer der entscheidenden Vorteile des von Elon Musk vorgestellten Hyperloop Konzepts. Das Team soll bei der zweiten Runde daran forschen, wie sich der Pod möglichst reibungslos in der Röhre bewegen kann und sich die Beschleunigungs- und Bremsphasen dabei optimal ausnützen lassen.

Fahrtauglicher Prototyp bereits im Bau

Nach dem Design des zweiten Prototyps läuft die Realisierung bereits auf Hochtouren. Bis zum Wettbewerb Ende August stehen neben dem Zusammenbau des Pods noch zahlreiche Tests an, um die Chancen auf Erfolg zu maximieren. Namhafte Sponsoren wie der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus und die Technische Universität München selbst unterstützen die Gruppe dabei, ihr Konzept zu  verwirklichen.

Hintergrund: die Erfolgsgeschichte der WARR

Knapp 300 Studierende der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für Raketentechnik und Raumfahrt (WARR), einer studentischen Arbeitsgruppe an der Technischen Universität München (TUM), sind in allen Bereichen der Raumfahrt aktiv und mit ihren Projekten international erfolgreich. Neben dem jüngsten Projekt „Hyperloop“ entwickeln die motivierten Mitglieder seit über 50 Jahren Raketen, bauen Satelliten und forschen an einem Weltraumaufzug. Bereits 1974 schrieb die WARR Geschichte mit dem Flug der ersten deutschen Hybridrakete, im Jahr 2015 mit der ersten Hybridrakete in Brasilien.

Gastbeitrag von Juliana Söhnlein

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