Förderung Elektroauto: Alle Infos zur E-Auto-Prämie

Prämie für Elektrofahrzeuge - die staatliche Förderung - Alle Infos zur Förderung Elektroauto

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Elektroauto beim Laden, Ladestecker, Elektrofahrzeug
Foto: Elektronik-Zeit - Fotolia.com

Förderung Elektroauto – die derzeit größten Nachteile der Elektroautomobilindustrie sind die hohen Anschaffungskosten, die schlecht ausgebaute Ladeinfrastruktur und die Reichweite. Um dies zu ändern, haben sich die zuständigen Minister für ein milliardenschweres Förderprogramm geeinigt, das wurde vom Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt, nachdem die Förderrichtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) im Bundesanzeiger veröffentlich wurde. Die Kaufanreize zur Förderung von Elektroautos wurden zuvor vom Haushaltsausschuss gebilligt. Bereits eine Woche vor der Freigabe durch den Haushaltsausschuss hatte die EU-Kommission in Brüssel die Prämie zugestimmt. Mit dem sogenannten Umweltbonus soll es einen Kaufanreiz für E-Fahrzeuge und Wasserstoff-/Brennstoffzellenfahrzeuge geben. Der Zuschuss wird dabei vom Staat und der Automobilindustrie geteilt.

Die Höhe der Förderung von Elektroautos unterscheidet sich zwischen reinen Elektrofahrzeugen und Hybridfahrzeugen

Förderung Elektroauto Prämie Elektroautos Elektrofahrzeug Hybridfahrzeug
Foto: Elektronik-Zeit

Der Umweltbonus (Förderung Elektroauto) unterscheidet sich für reine Elektrofahrzeuge, die mit Batterie betrieben werden und von außen aufladbaren Plug-in Hybridfahrzeugen, die zusätzlich zum E-Motor noch einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben. Die Kaufprämie für reine Elektroautos liegt bei insgesamt 4000 Euro, bei Hybridfahrzeugen sind es 3000 Euro. Die Prämie wird jeweils zur Hälfte zwischen Staat und Autohersteller aufgeteilt. Ein Käufer eines reinen Elektroautos bekommt somit einen Zuschuss von 2000 Euro vom Staat und 2000 Euro vom jeweiligen Hersteller. Bei einem Hybridfahrzeug sind es hingegen jeweils 1500 Euro Prämie.

Der Umweltbonus kann ab Samstag 2. Juli 2016, online beantragt werden und tritt am 30. Juni 2019 außer Kraft. Die beschlossene Summe des Förderprogramms beträgt 1,2 Milliarden Euro. Bund und Autohersteller teilen sich die Summe je zur Hälfte.

Wie wird die Kaufprämie – Förderung Elektroauto – beantragt?

Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) verwaltet die Auszahlung der Prämie und stellt zur Antragsstellung des Umweltbonus ein elektronisches Antragsformular zur Verfügung. Zum Antragsformular müssen noch folgende Dokumente angehängt werden:

  • Antragstellerunterlage: eine Kopie des Fahrzeugscheins und Fahrzeugbriefs, als Nachweis der Zulassung des Elektrofahrzeugs auf die Antragstellerin / den Antragsteller.
  • Kaufvertrag/Leasingvertrag: eine Kopie des Kaufvertrags auf dem ersichtlich ist, dass der jeweilige Automobilhersteller bereits die Prämie vom Nettokaufpreis abgezogen hat.
  • Abtretungserklärung (nur erforderlich beim gewerblichen Leasing): Durch die Abtretungserklärung der Ansprüche an den Bundesanteil am Umweltbonus beim gewerblichen Leasing wird der Anspruch auf den vom Staat geförderten Anteil am Umweltbonus vom Leasingnehmer auf den Händler/Leasinggeber übertragen. Der Bundesanteil wird somit an den Händler/Leasinggeber ausgezahlt. Das Formblatt ist von Leasingnehmer und Händler/Leasinggeber zu unterschreiben.

Welche Voraussetzungen zum Erhalt der Kaufprämie müssen gegeben sein?

  • Das Elektrofahrzeug muss sich auf der vom BAFA www.bafa.de veröffentlichen Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge befinden.
  • Der Kauf des Fahrzeugs muss am 18. Mai 2016 oder später erfolgt sein. Dabei gilt als maßgebliches Kaufdatum der Abschluss eines Kauf- bzw. Leasingvertrags.
    Das zu begünstigende Fahrzeug muss im Inland auf die Antragstellerin/Antragsteller zugelassen sein.
  • Die Erstzulassung des Fahrzeugs muss für min. sechs Monate auf die Antragstellerin/den Antragsteller sein, dies gilt auch für Leasingfahrzeuge.
  • Der Anteil vom Bund wird nur gewährt, wenn der Listenpreis des Fahrzeugs max. 60.000€ beträgt. Durch diese Obergrenze wird die Bezuschussung von Luxusfahrzeugen ausgeschlossen.

Wer darf einen Antrag zur Förderung eines Elektroautos stellen?

Für den Zuschuss des Umweltbonus (Förderung Elektroauto) sind zugelassen:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Welche Automobilhersteller beteiligen sich bei der Förderung von Elektroautos?

Zu den Automobilherstellern die am Förderprogramm teilnehmen gehören die deutschen Hersteller wie BMW, Audi, Mercedes-Benz und VW, ausländische Fahrzeughersteller wie Citroën, Kia, Hyundai, Mitsubishi, Peugeot, Nissan, Renault, Volvo, Ford und Toyota beteiligen sich ebenfalls bei der Förderung von Elektroautos. Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge.

Warum beteiligt sich der Staat bei der Förderung von Elektroautos?

Da die Automobilindustrie in Deutschland einen wesentlichen Teil der Wirtschaftskraft Deutschlands ausmacht und die Autobranche unter Druck steht, möchte man den Automobilherstellern helfen an Zukunftstechnologien zu arbeiten, um so die Zukunft der Automobilindustrie in Deutschland zu sichern. Die Förderung von Elektrofahrzeugen unterstützt somit den aktuell hochlaufenden Markt der Elektromobilität. Die Bundesregierung hat sich die Zielmarke von einer Millionen E-Autos im Jahr 2020 gesetzt und möchte den Absatz neuer E-Autos fördern und einen Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Luft leisten.

Fazit des Autors – Förderung Elektroauto

Die Absatzförderung von Elektroautos durch staatliche Fördermittel ist der falsche Ansatz um die Zukunft der Elektromobilität zu unterstützen. Kunden, die sich ein Elektroauto leisten können, investieren in ein Lifestyleprodukt. Im Vordergrund steht dabei nicht der eigentliche Zweck eines Autos (Fortbewegung, Mobilität und Transport), sondern viel mehr der Reiz neue Technologien zu testen. Es werden nur Kunden Elektroautos kaufen, die die derzeitigen Mehrkosten für den „Lifestyle Elektroauto“ nicht scheuen und sich den Aufpreis zu vergleichbaren, kostengünstigeren Autos mit Verbrennungsmotor leisten können. Eine Förderung mit Steuergeldern ist für diese Kunden nicht erforderlich, da diese keine finanzielle Unterstützung benötigen und vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor den Kosten und Einsatzmöglichkeiten von Elektrofahrzeugen bisher noch überlegen sind.

Der Finanztopf für die staatliche Förderung wird durch Steuergelder finanziert, das sind 600 Millionen Euro.  Kunden, die sich kein Auto leisten können, finanzieren das Lifestyle-Produkt Elektroauto, was ein wesentlicher Nachteil des Förderprogramms ist. Steuern sollten gezielt eingesetzt werden, ob die derzeitige Förderung von Elektroautos richtig ist, lässt sich bezweifeln.

Ein weiterer Nachteil ist der Zeitpunkt der Förderung, der aktuelle Entwicklungsstand von Elektrofahrzeugen hat ein enormes Verbesserungspotenzial. Sowohl die Herstellung als auch die Entwicklung der Fahrzeuge kann den Anschaffungspreis von Elektrofahrzeugen deutlich effizienter beeinflussen, als es eine Förderung des Absatzes von Elektroautos könnte.

Ein besserer Ansatz wäre, die Fördergelder in die Entwicklung von Elektroautos zu investieren. Das hätte den Einfluss, dass die gesamte Infrastruktur der Elektroautoindustrie nachhaltig verbessert wird und somit den Preis für Elektroautos deutlich reduziert.

Ein weiteres Ziel der Bundesregierung nach der Absatz Ankurbelung ist die Reduzierung von Abgasen und somit die Unterstützung der Umwelt. Durch die gleichzeitige Subvention von Dieselfahrzeugen kompensiert sich der Ansatz.

Die aktuelle Besteuerung von einem Liter Diesel beträgt 18 Cent weniger als bei Superbenzin (ROZ 95). Das Niveau des Diesel Preises sollte auf Benzin-Niveau angepasst werden, um so den Verbrauch einzuschränken und den gesamtheitlichen Schadstoffausstoß zu reduzieren.

Zusammengefasst sollten die Steuergelder in die Entwicklung der Elektrofahrzeuge gesteckt werden, um den Preis nachhaltig zu reduzieren. Zusätzlich sollten die Subvention von Dieselfahrzeugen abgeschafft werden, um den Verbrauch zu senken und als Ergebnis ein Beitrag zum Umweltschutze zu leisten. Nur wenn eine klare Richtung von der Bundesregierung vorgegeben wird, können Elektroautos effizient in den Markt eingebracht werden.

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